Praktisches
Zehn Minuten per Seilbahn. Ein halber Tag zum Durchstreifen. Zwei Tage zum Spüren. Das Wichtigste zur Anreise, zur besten Reisezeit und zur Unterkunft.
Anreise
Die Funivia di Erice fährt von Trapanis östlichem Stadtrand bis zum Rand der Altstadt in etwa 10 Minuten. Die Kabinen fahren in kurzen Abständen ab. Die Fahrt selbst gehört zu den schönsten Erlebnissen in Erice — weite Ausblicke über Trapani, die Salinen und die Egadischen Inseln, während man aufsteigt.
Hin- und Rückfahrt ca. 10 €. An der Talstation gibt es kostenpflichtiges Parken. Der Bus Nr. 21 von der Trapanis Innenstadt bringt Sie ebenfalls zur Talstation.
Ca. 30 Minuten ab Trapani über eine kurvenreiche Bergstraße. Herrliche Ausblicke, enge Haarnadelkurven. Parken Sie außerhalb der Mauern (das historische Zentrum ist für Pkw gesperrt) — es gibt kostenpflichtiges Parken nahe der Porta Trapani und einen kostenlosen Parkplatz wenige Minuten weiter bergab.
Vermeiden Sie das Hochfahren im Nebel. Er zieht schnell auf.
ATM Trapani betreibt einen öffentlichen Busservice vom Trapanis Innenstadt nach Erice (die Fahrt dauert etwa 45 Minuten, ca. 2 €). Das ist die günstigste Option, wenn man in der Hochsaison nicht an der Seilbahnschlange stehen möchte.
Der alte Maultierpfad von Trapanis Porta Spada hinauf nach Erice existiert noch — ein steiler Aufstieg von etwa 3 Stunden auf einem steinigen Weg mit herrlichen Ausblicken. Bringen Sie Wasser und festes Schuhwerk mit. Die meisten Menschen steigen eher bergab als bergauf.
Wann kommen
Die Stadt liegt 750 Meter über der Küste — in der Regel 5–10 °C kühler als das Trapani darunter. Das ist im Sommer ein Segen und im Winter ein Frösteln. Packen Sie immer eine Jacke ein, egal wann Sie kommen.
Die Hügel unten sind grün und in Blüte. Milde Tage, kühle Abende, kaum Andrang. Die Osterwoche ist belebt mit Prozessionen.
Ein willkommener Ausweg aus der sizilianischen Hitze — 28 °C hier oben, wenn Trapani 36 °C hat. Aber belebt mit Tagestouristen; kommen Sie früh oder übernachten Sie.
Warmes Meer, weiches Licht, Erntesaison in den Weingütern unten. September ist wohl der ideale Monat für Westsizilien.
Stimmungsvoll — Nebel hängt in den Gassen, und viele Betriebe schließen. Dezember und Januar können nahe dem Gefrierpunkt liegen. Warm einpacken. Manche Restaurants und Geschäfte bleiben geschlossen.
Nebelwarnung. Erices Spitzname lautet manchmal la città delle nuvole — die Wolkenstadt. Selbst im Sommer kann der Gipfel stundenlang eingehüllt sein. Es klärt sich auf, oft dramatisch. Kommen Sie im Nebel an, geben Sie ihm Zeit.
Unterkunft
Die meisten Besucher kommen für einen Tag. Der eigentliche Charakter der Stadt gehört denen, die über Nacht bleiben — wenn die Busse gefahren sind und die Kopfsteinpflastergassen sich leeren.
Hotel Elimo — ein kleines Hotel in einem restaurierten mittelalterlichen Gebäude nahe dem Dom, mit Blick nach Osten zum Monte Cofano.
Hotel Moderno — seit vier Generationen familiengeführt an der Via Vittorio Emanuele, mit einem vielgeliebten Restaurant im Erdgeschoss.
Viele historische Häuser in Erice werden als Ferienwohnungen vermietet — Suchen auf den üblichen Plattformen ergeben gewölbte Decken-Apartments innerhalb der alten Mauern für 80–140 € pro Nacht, in der Nebensaison.
B&B San Giuliano und Residenza San Carlo sind gut bewertete Optionen.
Wenn Ihre Reise Erice, die Salinen und die Egadischen Inseln verbindet, ist Trapani am Fuß des Berges praktischer. Nehmen Sie die Seilbahn für einen Tag oder einen Abend hinauf; essen Sie zu Abend; fahren Sie mit den Lichtern Trapanis zu Ihren Füßen wieder hinunter.
Ein Tagesvorschlag
9:30
Den späten Vormittagsandrang meiden. Das Licht um 9:30 Uhr ist auch günstiger für Fotos.
10:00
Durch das Tor gehen, links zum Dom abbiegen. Den Glockenturm besteigen, solange man noch Energie hat. Das Innere nicht auslassen.
11:30
Bei Maria Grammatico für einen warmen genovese anhalten. Noch nicht setzen — Mittagessen aufsparen.
12:30
Pasta alla Trapanese oder Fisch-Couscous probieren, mit einem Glas lokalem Weißwein. Nicht hetzen.
14:30
Die elymisch-punischen Steine, die stillsten Winkel der Altstadt, die langen Blicke zum Monte Cofano.
16:00
Das große Finale. Der Garten, die romantische Torretta Pepoli und die Burg auf dem Gipfel. Energie für den Ausblick aufsparen.
17:30
Zur Nordwestterrasse gehen. Die tyrrhenische Sonne geht hinter den Egadischen Inseln unter.
19:00
Wer nicht bleibt: Die letzte Funivia fährt im Sommer meist gegen 20:00 Uhr (bitte überprüfen). Wer bleibt: In Ruhe essen. Die Stadt gehört Ihnen.
Gut zu wissen
Erices Gassen sind mit poliertem Kalkstein gepflastert — wunderschön und bei Nässe rutschig. Griffige Sohlen. Keine Absätze.
Selbst im Juli sind die Abende auf dem Berg kühl. Im Winter kann es schneien. Immer etwas gegen den Wind mitbringen.
Die meisten Restaurants akzeptieren Karten. Einige kleinere Cafés und Konditoreien bevorzugen Bargeld — 30–50 € für kleinere Ausgaben bereithalten.
Erice lässt sich hervorragend mit Trapanis Salinen, den Egadischen Inseln (Fähre ab Trapani), Segesta und den Weingütern von Marsala verbinden. Ein dreitägiger Westsizilien-Rundkurs.
Ein Kombiniticket (ca. 6 €), das Zugang zum Castello di Venere, mehreren Kirchen und den kleinen Stadtmuseen bietet. Erhältlich im Tourismusbüro nahe der Porta Trapani.
In Restaurants und Hotels wird häufig Englisch gesprochen. Einige italienische Grundformeln — grazie, prego, buongiorno — öffnen Türen, besonders bei älteren Ladenbesitzern.
„Kommen Sie für den Morgen. Bleiben Sie für den Abend. Reisen Sie bei Tagesanbruch ab — wenn Sie überhaupt abreisen können."